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Liebes Tagebuch.
Meinen Besuch in Berlin so lange aufschiebend wie möglich war es nun wieder so weit. Mein Vortrag über die gegenseitige Befruchtung von Justifikationistischer Epistemologie, Quantenphysik und der modernen Novelle war im Ausland so gut aufgenommen worden, dass ich meine Freunde von der Deutschen Forschungsgesellschaft nicht länger hinhalten konnnte. Eine mögliche peinliche Szene am Bahnhof vermeiden wollend lies ich mich gar nicht erst am Bahnhof abholen, sondern beschloss, sofort ins Hotel zu fahren. Bereits am Empfang wurde mir klar, dass etwas nicht stimmte. Das sonst so zuvorkommende Personal des Ritz-Carlton hob die Augenbrauen, als ich mich nach meiner Reservierung erkundigte. Eine der Damen, eine mir noch als hilfbereit in erinnerung gebliebene Angestellte namens Silvie, die mir beim letzen Mal tief in der Nacht noch ein Exemplar der "offenen Gesellschaft und ihre Feinde" besorgt hatte, weil mich Einschlafprobleme plagten, sah mich sogar angewiedert an. Als ich mit leichtem Gepäck das Zimmer betrat, löste sich das Rätsel. Auf meinem Bett lag, angekettet, offenbar mit drogen ruhig gestellt und nur mit 2 latexsocke bekleidet eine Frau, ach was sage ich, eher ein Mächden, neben ihr in einem Kühler 2 Plastikflaschen goldfarbenen Bieres, und eine Grusskarte vom wohl doch nicht geheilten Alburn. Das letze Gespräch mit seiner armen Mutte hatte mich doch noch hoffen lassen. Immerhin hatte er seine sexuelle Fixierung auf Schäferhunde und Warane so gut wie überwunden, und auch sein Drogenkonsum schien sich langsam zu normalisieren.

Peinlich berührt, beschloss ich, dass arme Wesen loszumachen, mit einer Decke zu verhüllen, und etwas in meiner mittelhochdeutschen Gedichtsammlung zu lesen, bis sie wieder ansprechbar war, und ich in Erfahrung bringen konnte, wie man siie vielleicht von einer Anzeige abbringen könnte, schliesslich war Alburn ja noch auf Bewährung. Bevor ich mit dem Mädchen reden konnte, ging auch schon das Telefon, und Alburn frage mich, ob ich meine "Vorspeise" genossen hätte, und nun bereit wäre, mit ihm "ein bisschen loszumachen". Ich arrangierte, dass mein lieber Freund, der Bezirksbürgermeister sich der unschönen lage im Hotel annahm, und traf mich mit Alburn, um festzustellen, ob es für ihn vielleicht doch noch eine Chance gab, sich in die Gesellschaft zurückzubewegen.

Ich erkannte meinen Fehler, als ich in der Wohnung ankam, die mein ehemals doch einigermassen kultivierter Freund nun bewohnte. Im Wohnzimmer, dessen Möbel vor allem aus leeren Umzugskartons und Einkaufswagen, die vor geleerten Bierfalschen überquollen bestanden, empfing mich Alburn, und stellte mich seinen anderen Gästen vor, einem grosse Arabar in einem dunkelgrauen, blutbefleckten Bademantel, mit seiner Frau, die er an einer Kette führte und die bei jeder Geste des alten zusammenzuckte. Daneben gab es noch einen Amerikaner mit angespitzen Schneidezähnen, Muskelshirt und Baseballkappe, der sofort eine "line" anbot. Begleitet wurde er von einer ganzkörpertätowierten, die er ständig als sein "Kindchen" bezeichnete. Der Araber frage, ob wir jetzt, da wir vollständig seien, endlich durch das Weltall reisen wollten. Alburn verneinte energisch, und erinnerte die Anwesenden, dass es doch Zeit für das russisch Roulette wäre. Noch immer kann ich mich nicht dazu bringen, die nachfolgenden Szenen zu schildern, die Ärzte sage allerdings, dass es ein Wunder sei, dass kaum mit Langzeitschäden zu rechnen sei, was auch daran liegt, dass Alburn schatt einer richtigen Kugel den von ihm präparierten Beinknochen einer Katze für das Spiel verwandte. (end of part one)
12.9.06 20:48
 


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